Staufreie Sondertrasse mit Stromschiene

Die Sondertrasse verbindet autonomes elektrisches Fahren mit einer in die Fahrbahn integrierten Stromschiene. Ziel ist eine hohe Verkehrsverdichtung, weniger Stau, weniger Flächenverbrauch und eine sichere Energieversorgung während der Fahrt.


Verstopfte Straße als Beispiel für Verkehrsprobleme in Innenstädten und auf Autobahnen

Verkehrsprobleme in Städten und Ballungsräumen

Probleme in Innenstädten und auf Autobahnen

  • Hohe Schadstoffbelastung durch überlastete Straßen und häufige Verkehrsstaus
  • Teils notwendiger Ausbau von Autobahnen in Ballungsgebieten
  • Hohe Immissionen durch massiven Fern- und Transitverkehr
  • Latente Unfallgefahr durch schweren LKW-Verkehr

3D-Modell einer Sondertrasse mit integrierter Stromschiene im Maßstab 1 zu 24

3D-Modell im Maßstab 1:24

Projektidee: Stromschiene in autonomer Sondertrasse

  • Stau- und unfallfreie Sondertrasse
  • Vollautonomes Fahren entlang der Sondertrasse
  • Entlastung innerstädtischer Hauptstraßen, da die Sondertrasse auch oberhalb bestehender Verkehrswege nachträglich verlegt werden kann
  • Kurzer Fahrzeugabstand ermöglicht eine mehrfach höhere Kapazität der Trasse
  • Möglicher Ersatz für stark belastete mehrspurige Straßenverbindungen
  • Vollautomatische Pannenerkennung und Bergung durch ein Pannenabschleppsystem unterhalb der Fahrtrasse
  • Wartezeit bei Fahrzeugpanne maximal etwa 10 bis 15 Minuten

Querschnitt einer Sondertrasse mit wannenförmiger Fahrbahnbegrenzung und integrierter Stromschiene

Aufbau der Sondertrasse mit integrierter Stromschiene

Hauptmerkmale der Sondertrasse

  • Vollautonomes Fahren
  • Sondertrasse aus zwei Doppel-T-Trägern als Betonfertigteile
  • Wannenförmige Fahrbahnbegrenzung verhindert Unfälle und reduziert Fahrgeräusche
  • In die Fahrbahn integrierte Stromschiene zur Stromversorgung und Fahrzeugführung
  • Schienensystem unterhalb der Fahrbahn für ein vollautonomes Bergefahrzeug
  • Unmittelbare Stauauflösung nach Fahrzeugbergung durch gleichzeitiges Anfahren nachfolgender Fahrzeuge

Kommunikation zwischen Schiene und Fahrzeug

  • Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Schiene über Stromabnehmer
  • Redundante Zweitverbindung zwischen Fahrzeug und Schiene über Leitkabel in der Stromschiene
  • Datenfluss vom Fahrzeug zur Schiene: Geschwindigkeit, Fahrzeugposition, Stromabrechnung, Akkustand, Reiseziel und freie Fahrbahn
  • Datenübertragung von der Schiene zum Fahrzeug: Sollgeschwindigkeit, Abstandsteuerung und Akkuladesteuerung

Darstellung der Unfallvermeidung durch wannenförmige Fahrbahnbegrenzung und Stromabnehmerführung

Unfallvermeidung durch geführte Fahrbahn

Unfallvermeidung

  • Wannenförmige Fahrbahnbegrenzung verhindert ein Ausbrechen des Fahrzeugs bei Reifenpanne
  • Fahrzeugseitiger Stromabnehmer ermöglicht präzise und zuverlässige Fahrzeuglenkung
  • Schmale Fahrtrasse wird dadurch möglich
  • Bei Panne gleichzeitiges und verzögerungsfreies Bremsen selbst langer Fahrzeugkolonnen
  • Abstandsradar und kamerageführte Systeme können als Redundanz dienen

Autonomes Bergefahrzeug unterhalb einer Sondertrasse im Einsatz

Bergefahrzeug im Einsatz

Vollautonomes Pannenbergesystem

  • Die Stromschiene erkennt ein liegengebliebenes Fahrzeug unmittelbar und automatisch
  • Ein Schienensystem unterhalb der Fahrbahn ermöglicht autonome Fahrzeugbergung
  • Entlang der Sondertrasse können Bergefahrzeuge im Abstand von etwa 40 km bereitstehen
  • Nach automatischer Pannenerkennung erreicht das Bergefahrzeug das Pannenfahrzeug in maximal etwa 10 Minuten
  • Vollautomatische Aufnahme des Pannenfahrzeugs durch achsweises Anheben
  • Andocken über genormte Aufnahmepunkte an den Fahrzeugachsen

Stauvermeidung

  • Vollautonomes Fahren vermeidet systematisch Stau
  • Pannenhilfe unterhalb der Fahrbahn begrenzt die Wartezeit auf etwa 10 bis 15 Minuten
  • Bergefahrzeug unterhalb der Fahrbahn kann auch entgegen der Fahrtrichtung fahren
  • Gleichzeitiges Anfahren langer Fahrzeugkolonnen unmittelbar nach Fahrzeugbergung

Integrierte Stromschiene

  • Stromschiene der Sondertrasse ist kompatibel mit der in die Fahrbahn integrierten Stromschiene
  • Durchgehender Schlitz zwischen beiden Kontaktflächen der Stromschiene für Fahrzeugbergung
  • Zweite, nicht geschaltete Stromschiene für den Betrieb des Pannenfahrzeugs unterhalb der Fahrbahn

Haltestelle für öffentlichen Personennahverkehr entlang einer Sondertrasse

Haltestellen für den öffentlichen Personennahverkehr

Haltestellen für ÖPNV

  • Haltestellen entlang der Sondertrasse besitzen anstelle der Stromschiene ein Leitkabel zur Fahrzeugführung
  • Wiederanfahren erfolgt durch fahrzeugeigene Akkus
  • Wiedereingliedern des Busses in die Sondertrasse durch rechnergesteuerte Vergrößerung des Abstands zwischen zwei Fahrzeugen

Darstellung zur Minimierung des Energieverbrauchs auf einer Sondertrasse

Minimierung des Energieverbrauchs

Minimierung des Energieverbrauchs

  • Trennwand zwischen beiden Fahrbahnen verhindert Luftverwirbelungen durch Gegenverkehr
  • Reduzierung des Fahrzeugabstands minimiert den Strömungswiderstand
  • Stromschiene ermöglicht Stromrückspeisung des Fahrzeugs bei Gefällstrecken
  • Hoher Gesamtwirkungsgrad der Stromübertragung durch direkte Verbindung zwischen Fahrzeug und Schiene
  • Einsatz verlustarmer Supraleiter-Technologie
  • Einsparung von Akku-Ladeverlusten

Hochgelegte Sondertrasse auf Pfeilern mit reduziertem Flächenverbrauch

Umweltverhalten und reduzierter Flächenverbrauch

Umweltverhalten

  • Bis zu 80 % weniger Flächenverbrauch gegenüber einer breiten Autobahntrasse bei vergleichbarer Kapazität
  • Kaum Erdarbeiten bei Neuerstellung notwendig
  • Geringe Antriebs- und Reifenabrollgeräusche durch wannenförmige Seitenwände
  • Trennwand zwischen Fahrbahnen reduziert Seitenwindanfälligkeit und Strömungswiderstand
  • Hochgelegte Trasse auf Pfeilern ermöglicht zusätzliche Verkehrstrassen in Städten
  • Auf Überlandstrecken können natürliche Wildtierübergänge erhalten bleiben
  • Störungsarmer Betrieb durch eigene, getrennte Infrastruktur

3D-Modell einer Sondertrasse als Konzept für zukünftige Elektromobilität

3D-Modell im Maßstab 1:24

Marktpotenzial

  • Potenzial für Länder und Städte mit hoher Verkehrs- und Luftbelastung
  • Interessant für Ballungsräume mit starkem Pendler-, Fern- und Transitverkehr
  • Verknüpfung von E-Mobilität, autonomem Fahren und externer Energieversorgung
  • Geeignet für Regionen, die neue Verkehrskapazität mit geringerem Flächenverbrauch schaffen möchten
  • Potenzial für zukunftsweisende Mobilitätsprojekte in großen Metropolregionen